Apps vs. Bots —Darum haben Apps noch längst nicht ausgedient

By Anna-Lisa 5 Monaten agoNo Comments
Apps vs. Bots: Wie sieht die digitale Zukunft aus?

3 Gründe für die Zukunft von Apps

WhatsApp, Facebook, Instagram, Spotify — unser Alltag kommt kaum mehr ohne Apps aus. Dennoch prognostizieren Trendforscher ein Ende der Ära. Warum dem so ist und was eindeutig gegen den Untergang von Apps spricht, lesen Sie hier. Apps vs. Bots — wir kennen den Sieger.

Rasant wachsende Downloadzahlen, Umsätze in Millionenhöhe und eine weltweit vorherrschende Selbstverständlichkeit in der Nutzung — der App-Markt ist stabil. Sollte man meinen. Trotz eindeutiger Zahlen sprechen Trendforscher bereits seit Mitte 2016 davon, dass Apps in der Form wie wir sie kennen und nutzen, bedroht seien. Und zwar von digitalen Butlern, den sogenannten Bots. Wie sieht sie aus, die digitale Zukunft? Apps vs. Bots — hier lesen Sie, was künftig das Nutzerverhalten bestimmen wird.

Apps vs. Bots: Wir lassen Zahlen sprechen

180 Milliarden Downloads innerhalb eines Jahres — der Erfolg von iOS Apps ist ungebrochen. Allein in 2016 klickten User 180 Milliarden Mal den Download-Button, um sich eine App aus dem Store herunterzuladen. Bis Juni 2016 konnte der US-amerikanische Technologie-Gigant sagenhafte 130 Milliarden Downloads verzeichnen — ein sattes Plus von 30 Milliarden Downloads im Vergleich zu 2015.

Im Playstore von Google sieht es ähnlich eindeutig aus. Schon 91 Milliarden Mal klickten Nutzer den Download-Button, um sich eine Android-App auf ihr Smartphone zu laden.

Und diese Rekordzahlen sind unabhängig von „Pokémon Go“, dem Hype-Game des vergangenen Jahres, das aktuellen Schätzungen weltweit unglaubliche 100 Millionen Mal für Android und iOS heruntergeladen worden sein soll.

Auch die Zukunft von Apps sieht rosig aus. So sagt das US-amerikanische Mobile-Analyse-Unternehmen „App Annie“ für 2017 knapp 200 Milliarden Downloads voraus. Bis 2021 sollen die Downloadzahlen sogar auf sagenhafte 352 Milliarden App-Downloads ansteigen.

Apps vs. Bots — der Sieger scheint klar, denn wer bei derartigen Statistiken von einem Ende der Apps spricht, der sollte seine Theorie dringend überdenken.

Mit Apps lässt sich auch künftig Geld verdienen

Dass im App-Markt das Geld liegt, ist kein Geheimnis. So verdienten Entwickler seit Entstehung des App-Stores von Apple seit 2008 rund 40 Milliarden Euro — in 2015 waren es allein 13 Milliarden. Und diese Umsätze sollen weiter steigen. Für 2017 prognostiziert „App Annie“, dass Android-Nutzer erstmals mehr Geld für Apps ausgeben werden als iOS-User. Der Umsatz von Android-Apps soll auf 41 Milliarden Dollar ansteigen und damit 1 Milliarde Dollar mehr erwirtschaften als das Pendant von Apple.

In der Entwicklung bis 2021 sehen die Schätzungen von „App Annie“ ähnlich gigantisch aus. In 2021 sollen die iOS-Apps einen Jahresumsatz von 60 Milliarden Dollar generieren.

Doch nicht nur mit Apps direkt und In-App-Verkäufen lassen sich Umsätze genrieren, auch Retailer wie Asos, Zalando und Mytaxi etwa haben das Potenzial von Apps längst erkannt und verkaufen reale Güter und Dienstleistungen via Smartphone. So machen die Verkäufe über die Apps teilweise schon mehr als 50% der erwirtschafteten Gewinne aus.

Aus unternehmerischer Sicht kann die App also derzeit gut und gerne als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Und dass sich das auch sobald nicht ändern wird, dafür sprechen die Schätzungen.

App-Nutzer sind loyale Gewohnheitstiere

Wie kritisch Smartphone-Nutzer digitalen Butler-Services gegenüberstehen, haben Apps wie „Go Butler“ gezeigt, die in Deutschland weitestgehend gescheitert sind. Zwar hatten diese keine Bots, um das Nutzerverhalten zu analysieren und dementsprechend autark zu agieren, dennoch ist fraglich, ob die Chat-Bots wirklich in der Lage sein werden, komplexe Bestell- und Serviceprozesse über Algorithmen abzubilden. Auch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Menschen loyale Gewohnheitstiere sind, die sich von Routinen und gewohnten Abläufen nur äußerst ungern eher zögerlich verabschieden. Die Abkehr von bestehenden Anbietern dürfte also ebenfalls höchst kritisch gesehen werden.

Ob Bots Apps langfristig ablösen können, ist letztlich nicht eindeutig zu beantworten. Fest steht aber, dass die App-Wirtschaft aktuell mehr als stabil dasteht — und sich dies auch kurzfristig nicht ändern wird. Weiterhin wichtig ist, dass die App-Entwicklung das User-Verhalten und deren Wünsche wahrnimmt und sich an diesen orientiert — ob es dann um Apps oder um Bots geht sei einmal dahingestellt.

Category:
  Entwicklung
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